Gefördert durch:

Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags (Förderaufruf „Kommunikation für Waldnaturschutz und nachhaltige Waldbewirtschaftung“ im Rahmen des „Förderprogramms Nachwachsende Rohstoffe“).

Nachhaltiger Waldnaturschutz


Interdisziplinäres Forschungsprojekt
Nachhaltiger Waldnaturschutz – nachhaltige Waldkommunikation. Der Wald als Diskursarena zwischen Klima- und Biodiversitätsschutz. Gefördert 2023-2025 durch das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags (Förderaufruf „Kommunikation für Waldnaturschutz und nachhaltige Waldbewirtschaftung“ im Rahmen des „Förderprogramms Nachwachsende Rohstoffe“).

Der öffentliche Walddiskurs


Der Wald steht nicht erst seit dem medialen Erfolg von Peter Wohlleben im Fokus der Öffentlichkeit – überall ist dürrebedingtes Waldsterben zu beobachten. Deshalb wird in Wirtschaft, Politik und Wissenschaft über nachhaltigen Wald- und Naturschutz diskutiert. Dabei treffen unterschiedliche Interessen von Klimapolitik, Biodiversitätsforschung, Naturschutz und Forstwirtschaft aufeinander – und das führt zu Konflikten, hat aber auch Synergiepotenzial.

Unsere Fragen


In einer engen sozial-, natur- und geisteswissenschaftlichen Kooperation haben wir zu den folgenden Fragen geforscht: Wie werden Klima- und Biodiversitätsschutz im Wald gewichtet? Wie werden Zielkonflikte kommuniziert und welche gesellschaftlichen und politischen Folgen werden daraus abgeleitet? Wie unterscheidet sich die Waldnaturschutzkommunikation insbesondere in Hessen und Bayern? Das Ziel des Projekts war, einen praxisnahen Beitrag zu nachhaltiger Waldnutzung durch nachhaltige Kommunikation zu leisten.

Unsere Erkenntnisse


Unterschiedliche Interessen bei der Waldnutzung führen zu unterschiedlichen Vorstellungen von Wald – und umgekehrt. Dabei wird Klimaschutz bereits sehr viel stärker gesellschaftspolitisch diskutiert als Biodiversität. Der Wald wird dadurch zu einem Diskursraum voller Konflikte. Diese Konflikte betreffen uns alle – nicht nur Forstbetriebe oder Waldbesitzer:innen.

Wir diskutieren diese Konflikte in unseren wissenschaftlichen Publikationen, tragen sie aber auch zurück in den Wald zu den Menschen – in Form eines ungewöhnlichen Waldlehrpfads.
Nicht zuletzt wegen dieses „Wald-Denkpfads“ hat unser Projekt „Walddiskurs“ 2026 von der Vereinigung von Freunden der TU Darmstadt einen „Preis für Nachhaltigkeit und Interdisziplinarität“ erhalten.

Der Wald-Denkpfad interaktiv


Welcher Waldtyp bist Du? Wofür nutzt Du den Wald am liebsten? Was bedeutet der Wald für Dich? Und was hat das alles mit Forstwirtschaft, Klima und Biodiversität zu tun?
An den folgenden zehn Stationen dieses Pfades erwarten Dich Fragen rund um die Nutzung und Bedeutung des Waldes. Entscheide Dich, was du dazu denkst, dann zeigen wir Dir, welcher Typ Du bist…

Der Wald-Denkpfad im Wald


Der Wald-Denkpfad kann auch vor Ort im Wald abgelaufen werden! In Kooperation mit Science 42 (visuelles Konzept und Umsetzung des Pfads: Phildius Wissenskommunikation, siehe Illustration im Foto) ist eine physische Variante entstanden und zwei Mal realisiert worden: Dank der Zusammenarbeit mit der Wissenschaftsstadt Darmstadt steht ein Denkpfad seit Anfang 2026 im Darmstädter Westwald, und dank der Kooperation mit der Gemeinde Alsbach-Hähnlein ein weiterer am Alsbacher Schloss an der Hessischen Bergstraße.

Wer den Denkpfad ebenfalls für seinen Wald möchte, melde sich wegen Gestaltung und Produktion beim Projektteam oder bei Science 42.